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10.09.2013

Radio Stephansdom-Serie: Die Baugeschichte des Stephansdoms

Wo heute der Stephansdom steht, entstand 1147 die erste Kirche.

Die Geschichte von St. Stephan beginnt am Stephanitag des Jahres 1137. An diesem Tag wurde die Stelle gemessen, an dem die Sonne aufging. Dorthin wurde die Kirche ausgerichtet – geostet. Man begann mit dem Bau und hörte erst 400 Jahre später (im Jahr 1511) damit auf. "Zu dieser Zeit brach man die Arbeiten am Nordturm ab", sagt Dombaumeister Wolfgang Zehetner und ergänzt: "Mit dieser langen Bauzeit ist der Stephansdom ein bisschen untypisch."

 

St. Stephan – Eine Kirche am Stadtrand

Zur Zeit der Grundsteinlegung lag der Kirchenbaugrund noch außerhalb der Wiener Stadtmauern. Erst mit der Stadterweiterung um 1200 gelangte die Kirche in den Schutz der Mauern. Dann dauerte es nicht mehr lange, bis aus dem Stephansplatz und dem Stephansdom das Herz von Wien wurde.

 

Der fehlende Turm und ein Weltrekord

Ein Herz, das unvollendet blieb. "Als Architekt bin ich sehr, sehr glücklich, dass der Nordturm nie fertig gebaut wurde", meint Dombaumeister Zehetner. "Gerade die Asymmetrie gibt dem Stephansdom etwas ganz Unverwechselbares." Sein fertiggestelltes Gegenüber, der Südturm, ragte dafür Mitte des 15. Jahrhunderts so hoch in den Himmel wie kein zweiter Turm. Ein Weltrekord, der immerhin 50 Jahre lang hielt!

 

"Domperspektiven"

Mehr über die Baugeschichte von St. Stephan, über Baumeister, die mit dem Teufel im Bunde waren und über Grenzen der Renovierung eines mittelalterlichen Bauwerks hören Sie am Mittwoch, 11. September auf Radio Stephansdom in der Reihe "Domperspektiven".